Heute geht es wirklich weiter nach New Orleans und wir fahren um Punkt 11.00Uhr los. Die Strecke über die 89 direkt am Golf von Mexico erweist sich (wieder einmal) als länger als erwartet (die Dimensionen auf der Karte stimmen im Maßstab zwar schon, aber so einige Kurven werden doch unterschlagen (-: ) Wir halten an einem Strand - Hu geht laufen und wir halten alle mal die Beine ins Wasser... Der Golf ist zwar wahnsin nig warm, aber die Wellen wühlen das Wasser so stark auf, das erstens ein Schwimmen nicht möglich ist und zweitens der Sand sehr stark zur Braunfärbung führt - nicht schön (-:
Später wird sich herausstellen, das Hu einen massiven Sonnenbrand eingesackt hat, der vermutlich durch das Salz in der Luft und die Mittagssonne auch schon nach nur einer Stunde prächtig gedeihen konnte.
Am Golf sieht man die Schäden, die Kathrina angerichtet hat noch deutlich. Die meisten Häuser sind vom Sturm komplett weggefegt - Autos, Rasenmäher, Boote, Haushalt und Müll liegen in den Gräben. Die Meisten Häuser, die noch stehen sind leer oder defekt, oder beides! Das muss furchtbar gewesen sein!
Wir fahren über Lafayette weiter auf die Oststrecke. An einem Visitorcenter bekommen wir von der Betreiberin noch nach in Ihrem Feierabend an Ihrem Auto ein Dutzend toller Tipps für die Abendgestallung... Leider alle für Lafayette und nicht für New Orleans (-: Wir sind höflich und nehmen alle Ratschläge gern an.
Weiter nach Osten geht es über unendlich lange Brücken, die immer etwa 5m über den Sümpfen durch die Mangrovenwälder und Wiesen, aber auch immer über Wasser in Richtung Stadt führen. Es ist eine beeindruckenden Landschaft, die wir alle so noch nie gesehen haben!! Wir sehen Flamingos fliegen , tote Aligatoren am Straßenrand und lebende in den Straßenbegleitenden Flüssen.... Pelikane ziehen vorbei, Delfine schwimmen und Reiher stehen auf den Wiesen... Die Natur bietet hier ein unglaubliches Schauspiel für uns!
Wir kommen relativ spät Abends in NO an und sehen von der Interstate aus ein Hotel. Das "Camel-Hotel" an der Camel-Street. Wir fahren ab und finden es in der Stadt wieder. Ich steige aus - Die Gegend ist für Norddeutsche-Kleinstädter etwas beunruhigend. Vor dem Hotel und in der Lobby hägen Jugendliche Schwarz ab, die sichtlich uninterressiert alles ignorieren was ihnen unwichtig erscheit... Ich stehe am Frontdesk des Hotels und erfrage die Kosten und Leistungen des Hotels, als Plötzlich einer der Jungs etwas schreit wie ".. C´Mon , lets hike Hektor..." alle
Der Aufzug stinkt nach kaltem Rauch und Urin, das Zimmer nach allem Anderen - Die Deckensegel und Wände gammeln ... die Tür zum Wc hat ein ausgerissenes Loch am Boden- Vermutlich die Zuluft (-:
Wir gehen die Camel nach Süden und kommen an Live-Blues und einem Casino vorbei... Am Mississippi machen wir halt und fragen uns durch, wo man gut essen kann und etwas los ist....
Wir finden etwas weiter am Pier hoch ein Dinner der bis 24Uhr offen haben soll . Als wir uns setzen wollen weren wir von der Waitress mit einem Lächel auf den Lippen gefragt, ob wir ganz schnell bestellen und essen können, weil die Küche um 10 schließt.. es ist 5 vor 10!
Wir scherzen herum und einer der Kollegen der Waitress sagt noch ... "Kathrina was also quick" ... Wir bekommen unser Dinner und geben uns Mühe schnell zu verschwinden (-:
In der Burbon-Street finden wir eine Kneipe mit Live-Rock und bleiben für den Abend auf ein paar Bud.... Die Jungs machen guten Cover-Rock... Der Abend macht Spaß...
New Orleans!
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